POESIE

 

DER FLUSS

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Als breiter fluss strömt ich benommen

Der träge seine bahnen zieht

Der quelle kraft schon längst genommen

Als braune masse schlängle ich dahin

 

Gott indra der voll mitleid wohl begriff

Wer durch bequemlichkeit ist wie gelähmt

Nicht weiterkommen kann im leben

Hat er die trägheit nicht gezähmt

 

So zürnt er nicht und zwang mich dennoch

Zu ändern den mir altvertrauten lauf

Zuerst erschrak ich ächzend und beklagend

Doch also bald gab ich das klagen auf

 

So führt mich meine neue bahn durch felsen

Ich stürz mich in die tiefste schlucht

Reiß bäume nieder die sich wälzen

Von fischen voll ist jede bucht

 

Mein wasser klärt sich, rein und glitzernd

Die ganze welt erscheint für mich in neuem licht

Der mensch erkannte meine schönheit

Und spannte bögen des thriumphes über mich

 

Aus meinen buchten die einst finster

Wurde geboren weißer schaum

Ja dieses weiß das zeigt sich nur im kampfe

In schlammig trägheit zeigt sich’s kaum

 

Blau die lagunen felsgesäumt

Die ich an meinen ufern hinterließ

Dort spinnen nymphen magisch ihre spiegel

Und leben wie im paradies

 

Drum denkt daran ihr zahllos menschenwesen

Die ihr die chancen nicht ergreift

Bleibt ewig träge schlammigbraune flüsse

Da ihr den sinn des lebens nicht begreift

© 2009 margit kranebitter

 

 

MEIN GOTT

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Mein Gott, wie Du duftest im Regen

Und wartend begrüßt Dich die Welt

Im kleinsten Tropfen zugegen

Bist Du, der das Leben erhält

 

Mein Gott, wie der Himmel sich weitet

Und mit ihm mein leiser Gesang

Als ein Gott, der die Arme ausbreitet

Finde ich dich in strömendem Klang

 

Mein Gott, wie Du duftest im Regen

So leise und köstlich vertraut

Ich weiß Dich auf meinen Wegen

Wie Regen auf meiner Haut

 

 

ER DENKT…

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Er denkt wenn er die möbel schiebt geht es im besser

Wenn nur die kohle stimmt wird alles wieder gut

Er denkt wer alles hat hat nicht genug besessen

Vor seinen feinden ist er ständig auf der hut

Er denkt dem alter kann mit potox er entrinnen

Und auch wenn schlanker er und besser die figur

Der wahren liebe kann er sich nicht mehr entsinnen

Von nächstenliebe fehlt ihm leider jede spur

Ist er versichert kann ihm gar nichts mehr passieren

Die schönsten frauen – denkt er bindet er an sich

Er denkt er kann nichts wichtiges verlieren

Was ihm gehört verliert er sicher nicht

 

Was er NICHT denkt ist – nichts bleibt dir für immer

Was irdisch ist nimmst sicher du nicht mit

Was wichtig ist passiert in deinem innern

Das äußere verlierst du schritt für schritt

 

© 2009 margit kranebitter

 

DER FAUN

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Der morgensonne zarter strahl

Noch zaghaft und doch sacht

Trägt federwolken bis ins tal

Und hat den tag gebracht

 

Streif durch die wälder all zu gern

Bin immer auf der suche

Halt – hör ein leises kichern fern

Es kommt aus richtung buche

 

Ein kleiner mann sieht mich jetzt an

Mit ohren spitz und klein

Trägt einen schwanz und hufe schwarz

Sein wink lädt mich wohl ein

 

Ich folge ihm durch´s blätterdach

Bis zu `nem eisentor

Er zückt den schlüssel und sperrt auf

Und lässt mich freundlich vor

 

Ganz krumm gebückt komm ich hindurch

In diese wurzelwelt

Es scheint als war ich schon mal hier

In dieser märchenwelt

 

Als kleines kind – erinnre mich

Hab ich hier oft gespielt

Es waren elfen und der faun

Ich hab sie soo geliebt

 

Ich setz mich nieder weich ins moos

Und hör geschichten zu

Auch du kannst hörn was ich jetzt hör

Mach deine augen zu

 

In eine welt real und traum

Kommt jeder mensch hinein

Bist nicht zu groß nur der verstand

Lässt dich nicht mehr hinein.

 

Die einsamkeit und auch die stille

Die suche nach den träumen

Das ist es was uns zu euch führt

Wie schilder an den bäumen

 

Drum lass es zu – was du nicht glaubst

Sei dir nicht selbst im weg

Und kehrst zurück in diese welt

Dafür ists nie zu spät

 

 

© 2009 margit kranebitter

 

TOTEMTIER

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Weiße mähne, federweich

Stolziert er mir entgegen

Voll kraft und edel ist mein freund

Er scheint mit mir zu schweben

 

In dieser andren tiefren welt

Kann niemand mich betrüben

Nur weil ein faden mich noch hält

Bin ich dort nicht geblieben

 

So komme ich um rat zu fragen

Um sorgen loszuwerden

Mit keinem menschen sprech ich so

Wie jenseits mit den Pferden

 

Bist stets ein freund der mich beschützt

Bis hin ans lebensende

Und wenn ich geh nehm ich dich mit

Gar sachte und behände

 

© 2009 margit kranebitter 

 

DIE GANZE WELT

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Der tag, er neigt sich seinem ende

Die vögel treffen sich zum letzten lied

Ich streif mein kleid mir glatt behände

Und zweifle kurz, ob er mich wirklich liebt

 

Wir treffen uns zum vollmond unter linden

Er wartet schon und trägt sein bestes hemd

Und hält er mich, so zittern seine hände

Fast glaubte ich, dass er die angst nicht kennt

 

So stehen wir noch lange eng umschlungen

Und seh´n die sterne dort am himmelszelt

Für diese eine nacht kann uns nichts trennen

Und uns gehört für kurze zeit die ganze welt

 

© 2009 margit kranebitter

 

GEDANKE

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Wahllos schrie ich hinaus was mich einst störte

Und dachte nicht der wörtlichen gefahr

Verletzt hat mich was ich von andren hörte

Wie weh es tut ist mir erst heute klar

 

Da kein gedanke ob nun böse oder nicht

Jemals verschwindeten im unendlich weitem raum

Da das gedachte elementale an sich bindet

Und so dem nächsten und mir selbst auch schaden kann

 

Heut wähl ich weisser meine worte und ich schweige

Wo es nichts liebevolles mehr zu sagen gibt

Denn worte töten schneller noch als pfeile

Wenn du den andren und er dich nicht wirklich liebt

 

Meine gedanken sind nicht immer voller güte

Weil es dazu noch größre weissheit braucht

Vor unbedachtheit ich mich trotzdem hüte

Weil ich damit mich selbst zu retten glaub

 

 

© 2009 margit kranebitter 

 

VOLLMONDREIGEN

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Der abendsonne letzter strahl

Färbt rosa wolkenbilder

Der nebel steigt herauf vom tal

Zieht seine bahn durch wälder

 

Wenn fern vom sternenhimmel lacht

Die vollmondscheibe

Weiß ich dass dort im grünen hain

Die elfen ihre spiele treiben

 

Die sylphen mit den blütenköpfchen

Sind nackt und schämen sich doch nicht

Was andre schreckt ist ihnen zirde

Und das im zarten vollmondlicht

 

Undinen sind ein lustges volk

Durch sie die blätter erst gedeihen

Sie reichen sich die hände dort

Und winden sich zum reigen

 

Der geist des ortes der heisst elba

Und ist ein schönes kind

Wie all die elfen mischte sie

Behutsam takt und wind

 

So tänzeln sie zu glockenklang

Zu flötenmelodien

Der tag ist kurz – die nacht so lang

Und keiner will schon gehen

 

So bin ich achtsam und auch leis

Und duck mich im gebüsch

Weiß ich dass keiner von mir weiß

Und niemand mich erwischt

 

Dieses geheimnis will ich hüten

Sonst rinnt es mir davon

Der blätter hüter und der blüten

Die kannte ich ja schon

 

Gar jede die sich hexe nennt

Muss ihnen demut zollen

Denn der der ohne achtung nimmt

Wird ihre kraft vergrollen

 

Wir brauchen sie die zauberkraft

Der pflanzen und der elfen

Denn diese heilge medizin

Die kann uns menschen helfen

 

© 2009 margit kranebitter

 

EIN ENGEL REICHT MIR SEINE HAND

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Verzaubert wie durch nebelschwaden

Reicht mir ein engel seine hand

Ich folgte im nur zaghaft

In ein geheimnisvolles land

 

In einer mir gar unbekannten welt

Ganz unbeschwert und leicht

Fand ich ein schloß aus glas

der boden weiß und ferderweich

 

Sah meinen alltag, meine welt

Und all die sorgen klitzeklein

Nichts von den irdisch dingen wirklich zählt

Bestehen sie doch nur aus trug und schein

 

Hier oben geht’s um wahre liebe

Sie ist bedingungslos und rein

Drum laß dir ein geheimnis offenbaren

Auch dich läd irgendwann ein engel ein

 

So zögre nicht und mach dich auf die suche

Wo liebe ist brennt hell des herzens licht

Die liebe findest du in deiner seele

Jedoch im dunkel findest du sie nicht

© 2009 margit kranebitter

 

DAS LICHT

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Wie weißer hauch – die graue hand

Fast hätt ich dich nicht mehr erkannt

Sie greift nach dir und nimmt dich mit

Zieht dich nach oben schritt für schritt

 

Hab keine angst bist nie allein

Ein freund ist da und bringt dich heim

Ins licht – in eine andre welt

Man hat ihn dir bereitgestellt

 

Ein engel weiß – wird dich begleiten

In eine welt voll harmonie

Fühlst nur noch liebe, wärme, halten

doch kummer fühlst du nie

 

Schon lang hast du dich hier auf erden

Gelöst von allen sorgen – allem schweren –

Des irdischen besitzes last

Nichts hält dich mehr weil du nichts hast

 

Was längst verjährt ist endlich gut

Ins dunkel kommst du nicht

Du strebtest immer schon nach vorn

Nach vorne in das licht

 

© 2009 margit kranebitter

   

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